Corona vorbeugen und gesund bleiben in Zeiten der Pandemie

5/5 (10 votes)

Corona vorbeugen, geht das? Ihr ahnt es schon und ich oute mich gerne: Ich gehöre NICHT zu den Corona-Leugnern und Querdenkern. Ich hatte schon im Februar bei den ersten Fällen in China ein ungutes Gefühl und lese seit Beginn der Pandemie täglich Nachrichten, Studien und Diskussionen zum Thema.

Kann man Corona vorbeugen bzw. die Virenlast reduzieren?

Darum hatte ich vor ein paar Wochen auch direkt ein Ideen, als mich ein guter Freund anrief. Dieser hatte vier Freunde zum Flughafen Frankfurt gefahren, die für ein paar Wochen ins Warme wollten. Alle 4 wurden am Flughafen positiv getestet und daraufhin musste sich auch mein Freund testen lassen. Er war negativ, aber man sagte ihm, er müsse sich in 5 Tagen nochmal testen lassen, und da er insgesamt 3 Stunden mit seinen Freunden im Auto verbracht hatte hielt man es für wahrscheinlich, dass er sich angesteckt hatte. Da er nicht der schlankeste ist und zudem viel raucht, war er am Telefon etwas panisch und wir haben uns überlegt, was er tun kann, um im Falle einer Ansteckung die Viren zu stoppen oder zumindest die Virenlast zu reduzieren.

Meine Ideen waren: Cystus-Pastillen, Betaisadona Mundspüllösung, Aronia-Saft und Vitamin D.

Vorab der Disclaimer: Ich bin weder Ärztin noch Wissenschaftlerin und gebe hier nur weiter, was ich in den Weiten des Netz gefunden habe. Prüft also bitte selber anhand der angegebenen Quellen, ob euch der Tipp plausibel erscheint. Und falls ein Arzt oder Wissenschaftler über diesen Post stolpert wäre ich sehr dankbar, wenn er seinen Senf dazu abgeben könnte :)

Beeinflusst pflanzliche Ernährung den Covid-Verlauf?

Die neueste Studie stelle ich euch gleich zu Anfang vor: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/124513/Studie-Ernaehrung-beeinflusst-Verlauf-von-COVID-19

„Doch Personen, die ihre Ernährung als „pflanzenbasiert“ beziehungsweise „pflanzenbasiert oder pescetarisch“ eingestuft hatten, waren zu 73 % beziehungsweise 59 % seltener mittelschwer bis schwer an COVID-19 erkrankt. Die Assoziationen waren signifikant, wenn auch mit weiten 95-%-Konfidenzintervallen. Die Odds Ratio für eine pflanzenbasierte Ernährung betrug 0,27 (0,10 bis 0,81). Für den pflanzenbasierten oder pescetarischen Ernährungsstil betrug die Odds Ratio 0,41 (0,17 bis 0,99).“

Juchuuu! Das ist doch nochmal ein weiterer guter Grund, vegan zu leben!

Lässt sich das Covid-19-Risiko senken durch Vitamin D, Vitamin K und Vitamin A?

Seit Monaten wird ein eventueller Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D Status und Corona diskutiert. Das Problem: Die Datenlage ist bislang nicht eindeutig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt dazu Folgendes:

„Zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Risiko für akute Atemwegsinfektionen wurde ein inverser Zusammenhang beobachtet. Je niedriger der Vitamin-D-Status war, desto höher war das Risiko für Atemwegsinfektionen. Zudem könnte bei einer unzureichenden Vitamin-D-Versorgung eine Supplementation mit Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Prävention von akuten Atemwegsinfektionen haben. Schlussfolgerungen für die Prävention von COVID-19 lassen sich aus den Daten derzeit allerdings nicht ableiten, da alle bewerteten Studien vor Auftreten der Pandemie durchgeführt wurden.“

https://www.dge.de/presse/pm/guter-vitamin-d-status-kann-vor-akuten-atemwegsinfektionen-schuetzen/

Großbritannien empfiehlt mittlerweile allen Bürgern die Einnahme von Vitamin D (https://www.gov.uk/government/publications/vitamin-d-for-vulnerable-groups/vitamin-d-and-clinically-extremely-vulnerable-cev-guidance). Begründet wird dies damit, dass sich die Menschen in Zeiten des Lockdowns noch mehr in geschlossen Räumen aufhalten als üblich. Der Körper bildet 80 bis 90 Prozent des Vitamin D zwar selbst, benötigt dazu aber Sonnenlicht, bzw. UV-B-Strahlung und damit ein Aufenthalt im Freien. Die restlichen 10 bis 20 Prozent können über die Nahrung gedeckt werden. Dabei haben wir Veganer aber einen Nachteil, da z.B. Fettfische wie Makrele oder Hering am meisten Vitamin D enthalten.

Nach Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) war schon vor Zeiten der Pandemie gut ein Drittel der deutschen Bevölkerung mit Vitamin D unterversorgt (https://www.dge.de/presse/pm/wie-sind-die-deutschen-mit-naehrstoffen-versorgt/).

Nun gibt es noch eine weitere neue Studie, die zusätzlich zu Vitamin D auch Vitamin K und Vitamin A in den Fokus nimmt:

„Eine aktuelle Studie der Universität Bristol (Großbritannien) lässt das Pendel weiter in Richtung pro Vitamin D ausschlagen und vermeldet zudem positive Effekte für weitere Nährstoffe. So zeigt die im Fachjournal „Angewandte Chemie“ publizierte Untersuchung Hinweise, dass neben Vitamin D auch die Vitamine K und A einen gewissen Schutz vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 bieten können. Eine frühere Studie des Teams hatte eine ähnliche Wirkung auch für Linolsäure festgestellt.“

https://www.fr.de/wissen/corona-vitamine-coronavirus-covid-19-studie-universitaet-bristol-vitamin-d-cholesterin-pandemie-90187737.html

Auch eine neuere Zusammenfassung vom 22.03.2021 spricht eher für die Sinnhaftigkeit einer Supplementierung:

„Das RKI empfiehlt die Einnahme von Vitamin D für Covid-19 Patienten und Risikogruppen. Auch der Vitamin D Experte Stefan Pilz spricht sich im Interview mit inFranken.de für eine Vitamin D Supplementierung aus.“ 

https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/coronavirus/covid-19-hilft-vitamin-d-gegen-corona-das-sagen-experten-art-5175824

Mein Fazit: Da eine Unterversorgung mit jeglichen Vitaminen oder Mineralien generell nicht gut ist und die Datenlage zum Zusammenhang mit Covid zwar nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert ist, supplementiere ich Vitamin D. Ganz nach dem Motto: Wenn es vielleicht auch nicht hilft, schaden tut es jedenfalls nicht. In den meisten Vitamin D Präparaten ist ohne Vitamin K mit dabei. Und Vitamin A nehme ich immer über mein morgendliches Glas Karottensaft aus, zusammen mit einem Schuss Leinöl. Ich habe mal gelesen, das Vitamin A Supplemente leicht überdosiert werden können und mit einem Glas Karottensaft sei man auf der sicheren Seite. Und schmecken tut es auch :)

Kann Vitamin D überdosiert werden?

Da Vitamin auch überdosiert werden kann, empfehle ich dir, vorab deinen Vitamin D Status beim Arzt prüfen zu lassen. Das musst du leider selbst zahlen und kostet ca. 20 – 30 Euro. Mein Vitamin D-Spiegel war tatsächlich etwas niedrig und ich habe daher schon vor Monaten begonnen, ein Präparat zu nehmen. Nach einem zweiten Bluttest kann ich bestätigen, dass das folgende Präparat bei mir gut funktioniert hat (übrigens auch das B12 der gleichen Marke):

Verhindert Aroniasaft das Andocken der Viren?

Aroniasaft gegen Coronaviren

Aroniasaft mag ich sowieso und darum habe ich mich über diesen Fund besonders gefreut:

„Saft aus der Aroniabeere kann Corona-Viren (SARS-CoV-2) und Grippe-Viren im Laborversuch (in-vitro) schnell abtöten und bietet sich damit als Vorbeugung gegen entsprechende Virus-Infektionen an. Das fanden jetzt Forscher in einer Labor-Studie heraus, an der das Institut für Molekulare Virologie am Universitätsklinikum Ulm, das Labor Prof. Dr. G. Enders MVZ in Stuttgart und das auf Naturheilkunde-Produktentwicklung spezialisierte Unternehmen CogniVerdeGmbH Groß-Umstadt mitwirkten. Bei der Studie wurden neben dem am stärksten wirksamen Aroniasaft auch Granatapfelsaft und Grüner Tee getestet.“ … “ Der Aroniasaft könnte an den Kontaktstellen vor allem im Mund-Rachenraum, an denen das Virus in die Körperzellen einzudringen versucht, das Virus inaktivieren und den Andock-Vorgang hemmen. „

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201210_OTS0235/corona-studie-gibt-hoffnung

Ich kaufe Aroniasaft meist im DM, aber dort ist er in letzter Zeit ständig ausverkauft – na sowas, da hatten wohl noch mehr Leute die gleiche Idee. Alternativ gibt es z.B. bei Amazon 6er-Packs in Bio-Qualität.

Mein Fazit: Bei Gefahr im Verzug gurgle ich morgens und abends wie im Artikel beschrieben mit einem großen Schluck Aroniasaft und schlucke ihn danach runter. Die Wirkung soll ca. 2 Stunden anhalten, mindestens aber solange, wie das pelzige Gefühl im Mund bleibt.

Sind Lutschtabletten mit Zistrose (Cystus) wirksam gegen Coronaviren?

Zistrose gegen Corona

Zistrose wurde 2014/15 erfolgreich gegen Viren aus der Familie der Coronaviren getestet: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/coronavirus/cystus-gegen-coronavirus-rki-unfaehig-oder-gleichgueltig/

Auch die CYSTUS 052 Bio Halspastillen vom Hersteller Naturprodukte Dr. Pandalis wurden auf Wirksamkeit gegen Sars-CoV- 2 geprüft:

„Nun wurden die Tabletten in Zellkulturen von Sars-CoV-2 getestet. Bislang konnte im Laborversuch eine Wirkung nachgewiesen werden. „Die Testungen am Fraunhofer Institut sind bereits abgeschlossen und dort konnte eindeutig eine starke antivirale Aktivität gezeigt werden“, informiert der Hersteller. „Die entsprechende Publikation dazu ist bereits eingereicht und befindet sich gerade in der Schlussphase der Prüfung und wird demnächst publiziert.“ … „Ob die Lutschtabletten auch in der Praxis ausreichend wirksam gegen das Virus sind, ist durch die Laborexperimente nicht bewiesen. Bereits im März wies der Hersteller auf die mögliche Wirksamkeit gegen Sars-CoV-2 hin und bat das Robert Koch-Institut (RKI) um eine Überprüfung des Präparates. Dieses ging der Bitte nicht nach, da es nicht für den Bereich zuständig sei. Hier sei das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) der richtige Ansprechpartner.“

https://m.apotheke-adhoc.de/nc/nachrichten/detail/coronavirus/fraunhofer-institut-testet-cystus-lutschtablette-gegen-corona/

„In unserem Hochsicherheitslabor haben wir überprüft, ob das Extrakt die Vermehrung der Viren in der Zellkultur beeinflusst. Dabei konnten wir beobachten, dass die Vermehrung deutlich vermindert wurde“, sagte Sebastian Ulbert, Virologe und Leiter der Abteilung Immunologie und des Bereichs Impfstofftechnologien am Fraunhofer-Institut, der „Bild“-Zeitung. Allerdings betonte Ulbert, dass die Ergebnisse der Untersuchungen kein Beleg „für eine medizinische Wirksamkeit im Menschen“ seien. Dies müsse noch untersucht werden.“

https://www.rtl.de/cms/koennen-lutschbonbons-corona-stoppen-forschungsexperiment-mit-zistrose-macht-hoffnung-4679892.html

Die Verbraucherzentrale hingegen sagt, die Wirkung sei nicht hinreichend bewiesen: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/zistrose-eine-hilfe-gegen-corona-48529

Mein Fazit: Egal, ich habe mir die Pastillen gekauft und nehme immer zwei davon in den Mund und lasse sie so lange wie möglich am Gaumen kleben, wenn ich raus zum Einkaufen muss. Fühlt sich gut an und ist praktischer als der Aronisasaft, wenn ich unterwegs bin.

Helfen dunkle Schokolade und grüner Tee gegen Covid?

Forscher der North Carolina State University haben eine Studie veröffentlicht, in der die Wirkung von grünem Tee, Kakaobohnen und bestimmten Traubensorten gegen Coronaviren geprüft wurden.

„Auf ihre Effizienz bei der Anwendung auf Menschen und Tieren wurden die Stoffe nicht getestet. Dennoch geben die Autoren in ihrer Studie den Hinweis, dass die Extrakte möglicherweise gegen das Virus helfen könnten. Zum Konsum von Grünem Tee, dunkler Schokolade und Muscadine-Weintrauben schreiben die Autoren: „Wir gehen davon aus, dass ein erhöhter Konsum dieser gewöhnlichen Produkte den Schutz vor Sars-CoV-2 verbessern kann.““

https://www.fnp.de/welt/corona-studie-wie-gruener-tee-und-schokolade-gegen-coronavirus-helfen-koennten-90126985.html

Zur Studie: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpls.2020.601316/full

Mein Fazit: Das simmer dabei, das ist priiiiihiiiimaaaa….Ne mal im Ernst, da hab ich ja gute Karten. Ich esse täglich dunkle Schokolade und grünen Tee gibt es sowieso jeden Morgen :) Mein Favorit ist die 92% Schoki von Vivani, mehr Kakao-Anteil geht fast nicht:

-5%

Lebensmittel und Getränke

Pukka Matcha Green bio (20 Beutel)

3,79
Bei Vitafy kaufen

Hat Lakritz eine antivirale Wirkung bei Covid-19?

Forscher der Klinik für Infektiologie am Universitätsklinikum Essen haben in Zellkulturversuche nachgewiesen, dass Glycyrrhizin aus der Süßholzwurzeln eine starke antivirale Wirkung gegen Sars-CoV-2 entwickelt: https://www.rnd.de/gesundheit/lakritze-gegen-corona-glycyrrhizin-soll-antivirale-wirkung-gegen-sars-cov-2-haben-Q3JG6Q5YE5EJLN2BPGRHG7JZIY.html

Welches Lakritz z.B. vegan ist, liest du hier: Ist Lakritz vegan?

Zur Studie: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.12.18.423104v1

Mein Fazit: Mal abwarten, die Überprüfung der Wirksamkeit am Menschen in klinischen Studien steht ja noch aus. Aber Lakritz esse ich ohnehin gerne. Am besten wäre dann sicher Rohlakritz oder echte Süßholzwurzel oder direkt eine Tinktur:

Lakritz-Spezialitäten

Wirkt einjähriger Beifuß (Artemisia annua) gegen SARS-CoV-2?

Artemisia annua / einjähriger Beifuß gegen Covid-19

Die Wirkung von einjährigem Beifuß (Artemisia annua) bzw. dessen Wirkstoff Artemisinin gegen Malaria ist bereits hinreichend belegt. Neu war vor einigen Monaten die Frage, ob die Pflanze auch gegen ARS-CoV-2 wirksam sein könnte. Einige Wissenschaftler haben sich dieser Frage bereits gewidmet.

„Einige erste Untersuchungen eines alkoholischen Extrakts aus Artemisia annua als Mittel aus der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hatte Wirkung beim Erreger von SARS, dem 2005 SARS-CoV, gezeigt – einem mit dem Covid-19-Erreger verwandten Beta-Coronavirus. Unter anderem davon inspiriert gibt es nun zum einen ernstzunehmende Forschung des renommierten Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, zum anderen aber auch eine wissenschaftlich nicht abgesicherte breite Verteilung eines „Covid Organics“ genannten Kräuter-Extrakts, der in erster Linie Artemisia annua enthält.“

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/05/11/artemisia-annua-forschung-in-deutschland-ungepruefter-kraeutertee-in-madagaskar

Zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0166354205000690?via%3Dihub

„Das Max-Planck-Institut testet Beifuß als Therapie gegen die Virusinfektion. Zwei der Forscher sind an einer Firma beteiligt, die die Tees vertreibt. Ihnen werden nun Interessenkonflikte vorgeworfen.“

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-angebliches-wundermittel-artemisia-mit-kraeutertee-gegen-covid-19-a-2317e482-5e7a-4fa2-9e5e-7c484699040a

Mein Fazit: Beifuß hatte ich im Sommer tatsächlich als Wildwuchs 100 m entfernt von meiner Wohnung als Wildwusch auf einem unbebauten Grundstück gefunden. Es wächst hier in Deutschland scheinbar überall! Im Herbst habe ich Triebe geerntet und getrocknet und außerdem Samen gesammelt und ausgesät. In einem großen Topf auf meiner Terrasse wachsen nun 7 kleine Beifüßchen. Noch nutze ich nichts davon, aber wer weiß, wozu man es mal brauchen kann… Wer selber säen will, Samen gibt es z.B. bei Amazon. Alternativ gibt es Artemsia annua Extrakt auch auch als Kapseln.

Nutzen Mundspüllösungen wie Betaisodona Mund-Antiseptikum bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2?

Auch zum Nutzen von Mundspüllösungen haben ich in den letzten Monaten jede Menge gelesen. Sogar handelsüblichen Mundspülungen aus dem Drogeriemarkt wurde eine Wirkung zugesprochen, Die Behandlung soll die Konzentration an SARS-CoV-2 im Mund- und Rachenraum in klinisch relevantem Umfang verringern. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene hat eine explizite Gurgel-Empfehlung ausgesprochen. Verschiedene aktuelle wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Mundspülungen gegen Sars-CoV-2 dienten dabei als Grundlage und hatten zum Ergebnis, dass die Viruslast im Mund-Rachen-Raum durch Gurgeln mit speziellen Lösungen effektiv verringert wird (https://www.krankenhaushygiene.de/pdfdata/2020_12_02_Empfehlung-viruzides-gurgeln-nasenspray.pdf).

Besonders geeignet scheint mir das bewährte Betaisodona Mund-Antiseptikum zu sein, zu dem es auch beriets Tests auf die Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 gibt:

„In den Tests wurde gezeigt, dass die starke viruzide Aktivität von BETADINE® 99,99 % der SARS-CoV-2-Viren innerhalb von 30 Sekunden abtötet. Folgende Produkte wurden Tests unterzogen: Antiseptische BETADINE®-Produkte, d. h. Lösung (10 % PVP-I), Hautreiniger (7,5 % PVP-I), Gurgel- und Mundwasser (1,0 % PVP-I) und Halsspray (0,45 % PVP-I).“

https://www.prnewswire.com/news-releases/laborstudien-bestatigen-die-wirksamkeit-der-antiseptischen-betadine-r-produkte-gegen-covid-19-806990973.html

Noch besser sollen Mundspüllösungen wirken, wenn sie mit einem Sprühfläschchen mit Mund-Rachen-Applikator genutzt werden:

„Das weitgehende Benetzen der gesamten Mund-Rachen-Schleimhaut (orale und oropharyngeale Mukosa) mit antiseptischer Lösung ist jedoch durch Einsprühen möglich [9, 10]. Und zwar am besten mit Sprühfläschchen, die mit einem Mund-Rachen-Applikator ausgerüstet sind. Der Patient sollte beim Einsprühen ein lautes A sprechen, wodurch das Gaumensegel angehoben und ein Einatmen des Sprüh­aerosols vermieden wird.“

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/10/12/gegen-corona-besser-nbsp-spruehen-als-gurgeln-nbsp

Mein Fazit. Ok also ich habe mir das Zeug gekauft. Aber: Da Betaisadona die Iodaufnahme der Schilddrüse beeinflusse kann und darüber hinaus nicht nur Viren abtötet. sondern überhaupt die ganze Mundflora, werde ich damit sicher nicht prophylaktisch zweimal am Tag gurgeln. Genutzt habe ich es bisher nur einmal und zwar als ich befürchtet hatte, mich bei einer befreundeten Kindergärtnerin mit Covid angesteckt zu haben. Ich bekam Nachts plötzlich etwas seltsame Atembeschwerden und habe sofort mit Betaisadona gegurgelt. Am nächsten Morgen ging es mir gut. Ich denke für den Notfall kann man es ruhig mal zu Hause haben.

Hemmt das Antiparasitikum Ivermectin SARS-CoV-2?

Ivermectin ist vor allem bekannt als Medikament gegen Krätze und verschiedene Parasiten und wird sowohl beim Menschen, als auch bei Tieren eingesetzt. Aktuell wird geprüft, ob es auch gegen Corona zum Einsatz kommen kann.

„Ob das so bleibt, wird sich zeigen, denn australische Forscher berichteten am Freitag im Fachjournal »Antiviral Research«, dass Ivermectin in vitro das Coronavirus SARS-CoV-2 gut hemmen kann. Eine einzige Gabe in infizierte Versuchzellen (Vero-hSLAM) habe die virale RNA-Last innerhalb von 48 Stunden um das 5000-Fache reduziert. Nun müsse für einen potenziellen Einsatz bei Patienten mit Covid-19 die geeignete Dosis gefunden werden, so das Team um die korrespondierende Autorin Kylie M. Wagstaff vom Biomedicine Discovery Institute der Monash-University in Clayton.“

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/noch-ein-wirkstoff-kandidat-gegen-covid-19-116798/

Zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0166354220302011

„Ein wirklich belastbarer Nachweis der Wirksamkeit steht allerdings weiter aus, auch wenn es inzwischen laut Clinicaltrials.gov der U.S. National Library of Medicine 41 Studien zu dem Antiparasitikum gibt, von denen 14 bereits abgeschlossen sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA raten vom Ivermectin-Einsatz zur COVID-19-Behandlung ab und warnen vor Nebenwirkungen.“

https://www.dw.com/de/wirkt-das-parasitenmittel-ivermectin-doch-gegen-covid-19/a-56223674

Mein Fazit: Auch wenn Ivermectin rezeptfrei in Apotheken erhältlich ist, werde ich mir ganz sicher nicht einfach so ein Antiparasitikum einwerfen. Davon abgesehen ist es auch nicht für die Prävention, sondern wenn überhaupt zur Behandlung gedacht. Und die überlasse ich dann doch lieber den Profis.

Schützen Omega-3-Fettsäuren vor tödlichem Krankheitsverlauf bei Covid-19?

Eine aktuelle, amerikanische Studie deutet darauf hin, dass Menschen mit einem hohen Omega-3-Index weniger wahrscheinlich an Covid-19 starben. Die Studienergebnisse sind bisher nur bedingt aussagekräftig, größere Stichproben sind notwendig.

„Obwohl diese Pilotstudie nicht die üblichen statistischen Signifikanzschwellen erreicht, deutet sie – zusammen mit den zahlreichen Belegen für die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA – stark darauf hin, dass diese über die Nahrung verfügbaren Fettsäuren dazu beitragen können, das Risiko für ungünstige Ergebnisse bei COVID-19-Patienten zu verringern“ erklärt der Studienautor Dr. Arash Asher in dem Bericht der Fachzeitschrift „Prostaglandins, Leukotriene and Essential Fatty Acids“. Er gesteht aber auch ein, dass größere Stichproben nötig sind, um den angedeuteten Zusammenhang eindeutig zu belegen.“

https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/coronavirus/covid-19-omega-3-fettsaeuren-sollen-vor-toedlichem-krankheitsverlauf-schuetzen-art-5156384

Zur Studie: https://www.plefa.com/article/S0952-3278(21)00013-2/fulltext

Mein Fazit: Omega-3-Fettsäuren ergänze ich ohnehin regelmäßig, da sie sehr gesund sind. Meist nutze ich dafür Leinöl oder Walnussöl, von dem ich mir morgens einen Schuss in ein halbes Glas Karottensaft gebe. Da habt ihr dann auch gleich noch die richtige Portion Vitamin A dazu. Wem das zu aufwändig ist: Es gibt z.B. Leinöl-Kapseln im DM.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.