Radico: Vegane Pflanzenhaarfarbe im Test

Radico: Vegane Pflanzenhaarfarbe im Test
4 Sterne / 24
Meinung(en)

Die vegane Pflanzenhaarfarbe von Radico war eine meiner Neuentdeckungen auf der Vivaness 2015 und ich bin ihr bis heute treu geblieben. Radico gibt es in einer Vielzahl von Farben, darunter auch einige Braun- und Blondtöne ganz ohne Rotstich, die man alle miteinander mischen kann. Um den Naturton meiner hellbraun-kupfer-Farbe zu erreichen, mische ich „Beige Blonde“ und „Golden Brown“. Meine ersten grauen werden dabei einen Tick heller mitgefärbt, was schöne Effekte gibt und mir 10x besser gefällt als die chemischen Einheitsfarben. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Farben immer einen Tick dunkler ausfallen als vermutet, weshalb ich mit einer helleren Nuance anfangen würde. Die Farbe hält bei mir ca. 3-4 Wochen bei täglicher Haarwäsche, dann sind die Ansätze rausgewachsen und die grauen Haare werden wieder sichtbar.

Radico gibt es zwischen 10 und 12 Euro z.B. bei Najoba, Amaranthus Lounge oder Amazon.

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Mindestbestellwert: 75 Euro

Gutscheincode: terra10

Gültig: Bis 30.04.2017

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Was ist drin in Radico?

Die Ecocert und USDA Organic zertifizierten Radico Haarfarben bestehen zu 100% aus Kräutern, je nach Farbe in unterschiedlicher Zusammensetzung. Synthetische Inhaltsstoffen, Ammoniak, Wasserstoffperoxid, Resorcin oder Parabenen sucht man zum Glück vergeblich. In der Packung liegt außer der Bedienunsanleitung und Farbe auch noch ein Pinsel zum Auftragen, sowie eine Plastikhaube und Plastikhandschuhe bei. Der Pinsel ist mir mehrmals schon auseinandergefallen, weshalb ich mir einen richtigen gekauft habe. Die Haube ist bei meinen langen Haaren nicht groß genug, weshalb ich mittlerweile einfach Klarsichtfolie nutze.

radico-pflanzenhaarfarbe

Wie funktioniert das Haare färben mit Radico?

Zunächst wasche ich meine Haare zweimal mit einem Shampoo, das Rückstände entfernt, z.B. mit Clarus von Culumnatura oder mit der Colorationsvorbehandlung von Logona (Achtung, gehört jetzt zu L’Oreal!). Das ist eine Paste, die man im Haar verteilt und die 15 Minuten einwirken muss. Während die nassen haare unter einem handtuch kurz abtropfen, rühre ich das Pulver nach Gefühl mit handwarmen Wasser an, gerade so viel, dass eine geschmeidige Zahnpasta-Konsistenz entsteht. Wenn die Masse zu fest ist, lässt sie sich nicht gut auftragen. Durchrühren funktioniert bei mir am besten mit einer kleinen Gabel. Keine Angst, wenn ihr zuviel Wasser zugebt, könnt ihr es einfach wieder abschütten. Eine Packung ist gut ausreichend für meine brustlangen Haare. Ihr könnt die Farben auch mir gnaz heißen Wasser aufgießen, dann wird sie intensiver. Vor allem die Rottöne kommen dann aber auch stärer durch, weshalb ich bei handwarm bleibe.

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Keine Angst, die Haare werden nicht grün! Ich fange am Vorderkopf mit dem Auftrag, und scheitele dazu Strähne für Strähne. Dabei macht es nichts, wenn Farbe auf die Gesichtshaut kommt, bei mir lässt sie sich beim Ausspülen später problemlos und ohne Rückstände abwaschen. Allerdings solltet ihr die Hände mit Handschuhe schützen, denn von Fingernägeln und auch von Kleidung geht die Farbe weniger gut an. Sofort nach dem Auftrag, wenn die Farbe noch warm ist, kommt Klarsichtfolie drum. Seid hier sorgfältig, denn überall, wo die Haare nicht bedeckt sind, vor allem an den Schläfen, trocknet die Farbe und bildet Knubbel, die man später mit den Fingernägeln abkratzen muss. Aber selbst das geht problemlos. Ich ziehe mir die Folien imme rkomplett über Ohren und Stirn und schendie sie dann dort wieder leicht ein, wo ich sie etwas wegklappen will. Ich lasse die Farbe dann mindestens 2 Stunden einwirken, wobei die Farbe umso dunkler, rotstichiger und haltbarer wird, je länger sie einwirkt. Ich hatte sie auch schon problemlos drei Stunden auf dem Kopf.

Ausgespült wird dann mit klarem Wasser. Meine Naturfriseurin hat mir empfohlen, die Haare 24 Stunden lang nicht zu shampoonieren und auch sonst keine Stylingprodukte zu nutzen, die die Bindung der Farbe ans Haar stören könnte. Die Farbe soll sich setzen dürfen, einzig ein bisschen Öl zur Pflege ist erlaubt. Die Haare trocknen bei mir im Gegensatz zur Behandlung mit vielen anderen Pflanzenfarben aber kaum aus, so dass man am nächsten Tag prima vor die Tür gehen kann. Das richtige Endergebnis sieht man aber erst nach der ersten Wäsche.

Hier seht ihr das Ergebnis 50% „Beige Blonde“ und 50% „Golden Brown“ nach 2 Wochen Urlaub in Salzwasser und Sonne, ein paar graue wagen sich schon wieder vor :)

Radico Golden Brown und Beige Blonde

Fazit:

Ich kann Radico uneingeschränkt empfehlen, es pflegt Haare und Kopfhaut wunderbar und die Farben sind glänzend und schön. Die Farbe lagert sich außen am Haar an, so dass sie für einige Wäschen eine ganze Menge mehr Volumen haben. Erwähnenswert ist vielleicht noch der typische Duft von natürlicher Haarfarbe, der ca. 2 Wäschen im Haar verbleibt, irgendwas zwischen nett gesagt „krautig“ und böse gesagt „Ponyhof“, aber das war bei bisher allen Pflanzenfarben so, die ich testen durfte.

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von Nadine

Seit 2007 esse ich vegetarisch, seit 2010 lebe ich in allen Bereichen vegan. Außerdem bin ich Nerd, Juristin und tanze für mein Leben gern :) Hier findest du mich auf Facebook.

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4 Kommentare zu “Radico: Vegane Pflanzenhaarfarbe im Test

  1. Nadine says:

    Liebe Zora, ich rühre mittlerweile nur noch handwarm an, da ich das Ergebnis weniger rötlich haben möchte. Früher aber habe ich das Wasser richtig gekocht, 10 Minuten gewartet und dann aufgegossen. Welche Temepratur das genau war kann ich nicht sagen :)

  2. Zora says:

    Hallo, vielen Dank für die tolle Anleitung. Ich bin direkt danach vorgegangen, und das Ergebnis ist ganz gut geworden. Übrigens habe ich die Farbe mit ca. 50 Grad angerührt, auf der Bedienungsanleitung steht, zwischen 50-60 Grad wird die Farbe eher dunkel, ab 60 Grad eher heller…Bei mir sind die Grauen jetzt eher blond. Welche Temperatur nimmst du beim Anrühren der Paste, um das tolle Ergebnis zu erzielen? Liebe Grüße Zora

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